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Gewusst Wie

Unterstützende Informationen bei der Auslegung und Planung

Die Abbildungen vergrößern sich, wenn Sie mit der Maus darüber fahren

Alle nachfolgenden Informationen finden Sie auch in unserer Betriebsanleitung in ausführlicher Form wieder.

 

Einsatzgebiete

Unsere automatischen Abwasserhebeanlagen sind für folgende Einsatzgebiete ausgelegt:

Alle HydroJack-Produkte sind für Grau- und Schwarzwasser geeignet.

Fäkalienhebeanlagen sind im Allgemeinen nur für einen Aussetzbetrieb, d.h. Abwasserspeicherung und zyklisches pumpen, ausgelegt. Ein Dauerbetrieb, wie z.B. mit einer Brunnenpumpe oder Entwässerung von Oberflächenwasser gehört nicht zu dem vorgesehenen Einsatzgebiet. Oberflächenwasser (Regen, Schnee, etc.) darf keinesfalls in das Gebäude zu einer Schmutzwasserpumpstation geleitet werden. Oberflächenwasser ist getrennt vom anfallenden häuslichen Abwasser, außerhalb des Gebäudes, abzuleiten.

Am HydroJack 75 können z. B. folgende Sanitäreinrichtungen angeschlossen werden:

(Die Auslegung kommt immer auf den Einsatzfall an und sollte gesondert durch einen Fachmann geprüft werden)

  • ein bis zwei Waschbecken
  • eine Badewanne
  • eine Waschmaschine
  • eine Toilette, etc.

 

Folgende Standorte in dem Sie Ihren HydroJack 75 verwenden können:

  • Privater Wohnungsbau
  • Einfamilienhäuser
  • Souterrainwohnungen

 

Hinweis: Die Bemessung von Fäkalienpumpstationen sollte nach DIN EN 12056-4 erfolgen.

Sie benötigen weitere Unterstützung? Wenden Sie sich an Ihren Fachmarkt oder Installateur für Sanitärtechnik in Ihrer Nähe.

 

 

Installationsbeispiele

Mit über vier Anschlüssen für den Zufluss sind Sie so flexibel, wie Sie es benötigen. Durch den zusätzlichen und optional erhältlichen Waschmaschinenanschluss wird Ihnen sogar eine weitere Anschlussmöglichkeit ohne aufwändige Verrohrung ermöglicht. Eine solche Anorndung für eine Fäkalienhebestation wird oft für einen Toilettenanschluss im Keller angewendet wobei Ihr HydroJack z. B. in einer Vertiefung platziert wird.

Vertieferter Einbau / Unterflurinstallation

 

Sie können Ihren HydroJack unterhalb Ihrer Sanitäreinrichtungen montieren. Dies kann z. B. die Bodenplatte eines Einfamilienhauses oder ein Pumpensumpf "aus alten Zeiten" sein.

Das Verbindungskabel zwischen Ihrem HydroJack und der Steuerung ist lang genug, um die Steuerung an Ihrem Wunschplatz zu montieren.

Diese Aufstellung wird empfohlen, da durch den separaten Pumpensumpf doppelte Sicherheit gegeben ist.

  

Bodengleicher Einbau / Überflurinstallation

Sie können Ihren HydroJack auf der gleichen Ebene, wie die Sanitäreinrichtungen montieren. Diese Anordnung ist üblich, wenn Sie eine Toilette ohne Abwasseranschluss nachträglich montieren wollen. Ausschlaggebend hierfür sind die Montage-/Abflusshöhe Ihrer Toilette und die Abflusshöhe der anderen Siphons. Ihre Fäkalienhebestation sollte immer auf gleicher Höhe oder besser tiefer als die Toilette montiert werden, um einen guten Zufluss zur Hebeanlage zu gewährleisten. Ihr HydroJack verfügt über zwei Zuflusshöhen für den Toilettenanschluss; 180 mm und 225 mm. Somit können Sie sowohl Standtoiletten, als auch Hängetoiletten direkt auf gleicher Höhe ohne aufwändige Verrohrung anschließen.

Tipp: Da der HydroJack über ein attraktives Design verfügt, kann die Anlage auch sichtbar aufgestellt werden.

 

Aufstellung

Gemäß DIN 12056-1 muss der Aufstellraum ausreichend beleuchtet und gut be- und entlüftet sein, um eine Kondensatwasserbildung zu vermeiden. Der Raum muss so groß sein, dass neben und über allen zu bedienenden Teilen ein Arbeitsraum von mindestens 60 cm Breite / Höhe zur Verfügung steht.

Alle Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene, die an die Hebeanlage angeschlossen werden, sind in Übereinstimmung mit DIN EN 12056 auszulegen und entsprechend zu installieren.

Für die Raumentwässerung ist ein Pumpensumpf vorzusehen. Der Pumpensumpf kann über die Pumpen-Druckleitung nach der Rückstauschleife in die Druckleitung der Hebeanlage entwässert werden.

Die Aufstellfläche für die Anlage muss tragfähig und eben sein.

Hinweis: Zusätzlich sollte am Montageort der Hebeanlage eine Einrichtung installiert sein, welche bei Wasseraustritt in das Gebäude eine Warnung meldet. Hierzu sind die örtlichen Gesetzmäßigkeiten und Versicherungsbestimmungen zu prüfen. Für den Einbau der Abwasserhebeanlage empehlen wir zusätzlich einen Absperrschieber in der Zulauf- und Druckleitung. Dieses Zubehör finden Sie in kürze auch in unserem Shop.

 

Rückstauschutz

Der Rückstauschutz ist so anzulegen, dass das Wasser in die Kanalisation und nicht in die Schmutzwasserhebeanlage zurücklaufen kann.

Die Rückstauebene ist nach DIN 12056-4 die Straßenoberkante bzw. Bordsteinoberkante. Es muss daher bei starkem Regen mit Kanalrückstau und damit ebenso in der Anschlussleitung mit Rückstau gerechnet werden. Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene sind durch automatisch arbeitende Hebeanlagen mit einer Rückstauschleife nach DIN EN 12056-4 oder unter bestimmten Voraussetzungen durch Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564-1 gegen Rückstau aus dem Kanal zu sichern. Das unter der Rückstauebene anfallende Abwasser muss mittels einer Druckleitung über die Rückstauebene geführt werden. Die Sohle der Rückstauschleife sollte mindestens 300 mm über der Rückstauebene liegen.

WICHTIG: Jeder Anschlussnehmer hat sich gemäß DIN EN Norm selbst gegen Rückstauschäden zu schützen. Verstopfungsgefahr bei Verwendung eines falschen Rückstauverschlusses! Versicherte Schäden werden nur bei Einbau des richtigen Rückstau-Typs entsprechend DIN EN 13564 ersetzt. Bei einer fehlenden Rückstausicherung haftet der Verarbeiter bzw. das Planungsbüro.

Bei vertikalen Rohrleitungswegen der Druckrohrleitung wird die Variante 2 empfohlen, um starke Sedimentationen an der Rückschlagklappe Ihres HydroJacks zu vermeiden.

 

Druckleitung

Für die vertikale Druckleitung muss eine Mindestfließgeschwindigkeit von 0,7 m/s eingehalten werden.

Der Mindestvolumenstrom und die Förderhöhe sind somit von dem Nenndurchmesser der Druckleitung abhängig.

Nachfolgend ist die Kennline für den HydroJack 75 abgebildet

 

Bei der Planung zu beachten

Beachten Sie bei der Planung bitte folgende Randbedingungen:

  • Rückstau von Abwasser ins Gebäude
  • Undichtheit in der Anlage
  • Austreten von Kanalgasen ins Gebäude
  • Verunreinigung der Trinkwasseranlage
  • Mechanische Beanspruchung
  • Frosteinwirkung
  • Korrosion
  • Brandübertragung

 

Lange Freude an Ihrem HydroJack

Damit Sie Ihren HydroJack lange verwenden können, empfehlen wir folgende Stoffe nicht in den HydroJack einzuleiten:

  • Abwasser, das mineralische Öle und Fette enthält
  • Abwasser, das organische Öle und Fette enthält
  • Schwermetalle (z. B. Zink, Blei, Cadmium, Nickel, Chrom)
  • Aggressive Stoffe (z. B. Säuren, Laugen, Salze und Kondensate)
  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Spül- und Waschmittel in überdosierten Mengen
  • Feuergefährliche oder explosive Stoffe (z. B. Benzin, Benzol, Öl, Phenole, lösungsmittelhaltige Lacke, Spiritus)
  • Feste Stoffe (z. B. Küchenabfälle, Glas, Sand, Asche, Faserstoffe, Kunstharze, Teer, Pappe, Textilien, Fette (Öle), Farbreste)
  • Hygieneartikel/ Restmüll (z.B. Tampons, Binden, Feuchttücher, Haare, Wattestäbchen)
  • Flüssige Stoffe, die erhärten können (z. B. Gips, Zement, Kalk)
  • Biozide (z. B. Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel)
  • Abwasser aus Dunggruben und Tierhaltung (z. B. Jauche, Gülle, Mist)